Gerichtskosten Scheidung: Berechnung, Gebühren und Beispiel-Rechnung

Eine Scheidung kann schnell zu einer teuren Angelegenheit werden. Dabei setzt sich der Preis aus unterschiedlichen Kostenpunkten zusammen, wobei zwei Faktoren den größten Teil der Scheidungskosten ausmache: es sind die Gerichtskosten / Gerichtsgebühren ´ und zusätzlich das Honorar des Anwalts. Sie können zwar weder die Gerichtsgebühren noch die Anwaltskosten umgehen, haben jedoch die Möglichkeit an der einen oder anderen Stelle etwas Geld einzusparen. Nachdem Sie diesen Beitrag gelesen haben, wissen Sie, wie sich die Gerichtskosten ermitteln lassen, was noch hinzukommen kann und wie Sie bares Geld bei den Gerichtskosten der Scheidung sparen können.

Inhaltsverzeichnis

Definition: Gerichtskosten bei der Scheidung

Immer wieder hört man von den so genannten Gerichtskosten. Manche Menschen sprechen an dieser Stelle auch von Verfahrenskosten, Prozesskosten oder Gerichtsgebühren. 

Tatsächlich sind diese Begriffe in der Juristerei nicht völlig synonym zu verwenden und müssen voneinander abgegrenzt werden:

  • Gerichtskosten: Die Gerichtskosten bei einer Scheidung sind die Gebühr, die das die Sache betreffende Familiengericht erheben kann. Gerichtskosten = Gebühr + Auslagen.
  • Gerichtsgebühren: Die Gerichtsgebühren sind beinahe ein Synonym für Gerichtskosten. Auch hierbei ist das Entgelt gemeint, welches Sie schon vor der Scheidung an das Gericht zahlen müssen, damit es überhaupt zu einer Hauptverhandlung kommt. Auslagen kommen hinzu.
  • Verfahrenskosten: Die Verfahrenskosten hingegen sind alle Kosten, die im Laufe Scheidung anfallen. Wie bereits angedeutet, geht es hauptsächlich um Gerichtskosten und Anwaltskosten.
  • Prozesskosten: Verfahrenskosten und Prozesskosten meinen grundsätzlich das Gleiche. Es muss nur begrifflich differenziert werden, da eine Scheidung vor dem Familiengericht kein Prozess (bekannt aus BGB und Zivilrecht) ist, sondern als Verfahren im Familienrecht gilt. Dementsprechend sind auch hier die Kosten für die gesamte Verhandlung vor Gericht gemeint – nur eben nicht für ein familienrechtliches Verfahren (z.B. Scheidung), sondern für einen Prozess.

Gerichtskosten müssen prinzipiell immer gezahlt werden. Sollten Sie sich von Ihrem Ehegatten scheiden lassen, so sollten Sie rechtzeitig über die anfallenden Kosten nachdenken. Menschen, die wenig Geld haben und deren Verfahren Aussicht auf Erfolg hat, können auch Verfahrenskostenhilfe beantragen. Wird diese bewilligt, so übernimmt der Staat vorerst die Gerichtskosten (und Anwaltskosten). Häufig müssen Sie diesen Vorschuss zurückzahlen, sollte sich Ihre finanzielle / persönliche Situation innerhalb von vier Jahren verbessern.

Berechnung der Gerichtskosten

Die Gerichtskosten einer Scheidung setzen sich wiederum aus zwei Faktoren zusammen:

  • Die reguläre, angepasste Gerichtsgebühr
  • Auslagen für zusätzlichen Aufwand bzw. Auslagenpauschale

Diese zwei Werte ergeben addiert die Kosten, die Sie allein für das Verfahren vor dem Familiengericht einplanen müssen. Die Kosten für das Honorar Ihres Anwaltes sind dabei noch nicht inkludiert. Aus diesen beiden Faktoren ergeben sich die Gerichtskosten für die Ehegatten. Wie hoch oder niedrig die Gerichtskosten im Einzelnen ausfallen, kann nicht pauschal beantwortet werden. Es ist so, wie es der Jurist immer sagt: es kommt drauf an. Die Gerichtskosten richten sich nach dem Gesetz über “Gerichtskosten in Familiensachen” (Abkürzung: FamGKG). Der maßgebliche Bezugsfaktor, an dem sich die Gerichtskosten Ihrer Scheidung bemessen, ist der Verfahrenswert bzw. der Gegenstandswert. Dieser beschreibt den “Gesamtwert” über den in Ihrem Scheidungsverfahren verhandelt wird. Er wird vom Gericht vor der Hauptverhandlung festgelegt. Wie sich der Verfahrenswert ungefähr (als Laie) berechnen lässt, erfahren Sie jetzt!

Grundlage: Gerichtskosten richten sich nach dem Verfahrenswert

Die Höhe des Verfahrenswertes ist entscheidend für die Gerichtskosten. Genau wie bei Verfahrenskosten und Prozesskosten wird auch hier häufig von Verfahrenswert oder Prozesswert / Streitwert gesprochen. Auch wenn beide Begriff identische Bedeutungen haben, ist der Terminus “Verfahrenswert” im Kontext einer Scheidung der treffendere, einschlägige Fachbegriff. Der Verfahrenswert setzt sich aus allen Faktoren zusammen, die im Scheidungsverfahren verhandelt werden. Im Voraus können Sie jedoch mit einer vergleichsweise einfachen Rechnung überschlagen, wie hoch der Verfahrenswert Ihrer Scheidung sein wird:

  • Verfahrenswert = Summe beider Nettoeinkommen * 3 + Versorgungsausgleich

Für jeden “Streitpunkt” erhöht sich der Verfahrenswert zusätzlich (z.B. bezüglich Unterhalt für Kinder oder gemeinsamen Vermögen). Sprechen Sie im Zweifel mit Ihrem Anwalt für Familienrecht. Dieser wird Sie auch bezüglich der voraussichtlich auf Sie zukommenden Scheidungskosten beraten und Sie bei der Berechnung des Verfahrenswertes unterstützen. Aspekte, die den Verfahrenswert in die Höhe treiben können sein:

  • Unterhaltsforderungen = der Verfahrenswert erhöht sich um das 12-fache der monatlichen Forderung – sprich: der Unterhalt, der in einem Jahr geschuldet wird.
  • Gemeinsame Mietwohnung = Erhöhung um das 12-fache der Monatsmiete – sprich: die Miete, die innerhalb eines Jahres anfällt.
  • Materielles Vermögen (z.B. Barbestand) = der Wert Ihres materiellen Vermögens wird in voller Höhe auf den Verfahrenswert angerechnet.

Beispiel Verfahrenskosten Berechnung:

Stellen Sie sich vor, Sie verdienen 5.000 Euro und Ihr Ehegatte bekommt monatlich 3.000 Euro. Sie haben keine Kinder und der Versorgungsausgleich macht 10 % des Verfahrenswertes aus:

  • 5.000 Euro + 3.000 Euro = 8.000 Euro monatliches Einkommen der beiden Ehepartner
  • 8.000 Euro * 3 = 24.000 Euro Einkommen in einem Zeitraum von drei Monaten
  • 24.000 Euro * 1,10 = 26.400 Euro Verfahrenswert inklusive der 10 % Versorgungsausgleich
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Berechnung der Gerichtsgebühr

Die Gerichtsgebühren können aus der Tabelle Anlage 2 FamGKG abgelesen werden. Dort ist der 1,0er Gebührensatz nach Höhe des Streitwertes angegeben. Wir haben diese Tabelle weiter unten für Sie aufgeführt. Da Gerichtsgebühren für eine Scheidung grundsätzlich dem 2,0er Gebührensatz unterliegen, muss dieser Wert mit zwei multipliziert werden. Man könnte also sagen, dass die Gebühren, die in der Anlage 2 zu finden sind, die Gerichtskosten pro Ehegatte angeben. Bedenken Sie auch, dass nicht wie im Geschäft 19 % Mehrwertsteuer fällig werden. Gerichtsgebühren sind in diesem Fall mehrwertsteuerfrei.

Zusatz: Gerichtliche Auslagen kommen zu Gerichtskosten der Scheidung hinzu

Zu dieser standardisierten Kostenrechnung kommen die gerichtlichen Auslagen hinzu. In welcher Höhe Auslagen von Ihnen übernommen werden müssen, hängt vom Einzelfall ab. Es gibt solche Scheidungsverfahren, bei welchen kaum oder gar keine Kosten anfallen und solche, bei denen mehrere hundert Euro fällig werden. Das kommt darauf an, welcher Aufwand / welche Aufwendungen dem Gericht tatsächlich entstanden sind. Ein klassisches Beispiel: Ihr Ehegatte kommt aus dem Ausland und ist der deutschen Sprache nicht mächtig. Dementsprechend muss die gesamte Hauptverhandlung für diese Person übersetzt werden. Das Gericht stellt einen Dolmetscher, der wiederum bezahlt werden muss. Diese Zahlung ist ein klassisches Beispiel für eine gerichtliche Auslage, die Sie nach dem Verfahren übernehmen müssen.

Gerichtskosten Tabelle im Überblick (Gerichtskosten nach Verfahrenswert)

Im folgenden haben wir Ihnen eine übersichtliche Tabelle zusammengestellt, die den Zusammenhang zwischen Verfahrenswert und Gerichtskosten verdeutlicht. Dabei ist anzumerken, dass diese Tabelle für das Jahr 2021 gilt. Im Vergleich zum Vorjahr (2020) sind die Gerichtsgebühren um rund 10 % angestiegen.

Verfahrenswert in Euro Gerichtsgebühr 2021 in Euro
2.000 Euro98,00 €
3.000 Euro119,00 €
4.000 Euro 140,00 €
5.000 Euro 161,00 €
6.000 Euro 182,00 €
7.000 Euro 203,00 €
8.000 Euro224,00 €
9.000 Euro245,00 €
10.000 Euro266,00 €
13.000 Euro295,00 €
16.000 Euro324,00 €
19.000 Euro353,00 €
22.000 Euro382,00 €
25.000 – 110.000411,00 – 1.129
125.000 Euro1.261,00
140.0001.393,00
155.0001.525,00
170.000-470.0001.657,00 – 3.703,00
500.0003.901

Beispiel Gerichtskosten / Gebühren für Scheidung berechnen:

Zum Abschluss nochmal ein Beispiel mit allen denkbaren Faktoren: Ehemann verdient 2.000 Euro und Ehefrau 1.000 Euro. Es gibt keinen Versorgungsausgleich zwischen den Ehepartnern und sie streiten sich derzeit um den Unterhalt. Dieser ist in Höhe von 500 Euro zu entrichten. Zusätzlich fallen während dem Verfahren 100 Euro gerichtliche Auslagen an. Bei der Berechnung des Verfahrenswertes wird der pauschale Abzug für das gemeinsame Kind / gemeinsame Kinder der Einfachheit halber ignoriert. Zuerst müssen Sie den Verfahrenswert berechnen:

  • (2.000 € + 1.000 €)*3 = 9.000 Euro durch das Einkommen
  • 12 * 500 € Unterhalt = 6.000 Euro durch den Streit über den Unterhalt für das Kind / die Kinder
  • 9.000 + 6.000 Euro = 15.000 Euro = näher an 16.000 Euro als an 13.000 Euro (siehe Tabelle).
  • Verfahrensgebühr = 1,0 Gebühr für Verfahrenswert in Höhe von 15.000 € = 324 € * 2 = 648 Euro. Hinzukommen die 100 Euro Auslagen.
  • 648 € + 100 € = 748 € Gerichtskosten für diese Scheidung!

Nur eine grobe Schätzung...

Beachten Sie unbedingt, dass diese Rechnung keine Garantie ist. Der Verfahrenswert ist eine schwer zu ermittelnde Zahl und immer einzelfallabhängig. Diese Rechnung eignet sich also lediglich, um einen groben Eindruck von den auf Sie zukommenden Gerichtskosten zu gewinnen. Besprechen Sie Einzelheiten unbedingt im Voraus mit Ihrem Anwalt für Familienrecht.

Welche Kosten fallen neben Gerichtskosten bei der Scheidung an?

Neben den Gerichtskosten schlagen vor allem die Anwaltskosten deutlich zu Buche. Diese machen meist den größten Teil der Scheidungskosten aus. Eine Scheidung ohne Anwalt ist jedoch entgegen einem verbreiteten Irrglauben nicht möglich. Der Scheidungsantrag kann nur von einem zugelassenen Anwalt beim Familiengericht eingereicht werden. Das gilt auch, wenn Sie sich für eine Online Scheidung entscheiden.

Wie hoch die Anwaltskosten für Ihre Scheidung ausfallen, kann ebenso nicht pauschal beantwortet werden. Auch hier spielt der Verfahrenswert bzw. Gegenstandswert eine entscheidende Rolle und bildet die Grundlage für die Berechnung. Es gilt ebenso: je höher der Verfahrenswert, umso höher die Anwaltskosten. Daneben ist es nicht unüblich, dass die Anfahrtskosten separat abgerechnet werden. Einerseits kann das Gericht Anfahrtskosten festlegen, andererseits können Sie sich persönlich mit Ihrem Anwalt über die Anfahrtskosten einigen. Diese fallen im Vergleich zu den restlichen Gebühren und Kosten gering aus und sind beinahe schon unerheblich. Ausnahme: Sie beauftragen einen Anwalt vom anderen Ende Deutschlands.

Gerichtskosten senken: Tipps zum sparen!

Die einzige Möglichkeit die Gerichtskosten unterm Strich zu reduzieren, ist die Verringerung des Streitwertes und das geht nur, indem Sie möglichst viele Aspekte / Scheidungsfolgen bereits im Voraus mit Ihrem Ehegatten klären und zusammen mit der Scheidung einreichen.Bei einer einvernehmliche Scheidung kann der Streitwert nämlich auf Antrag um bis zu 30 % reduziert werden. Das bedeutet: eine einvernehmliche Scheidung ist spürbar günstiger, als eine strittige Scheidung. Außerdem empfehlen wir den Scheidungsantrag und die Folgesachen in einem sogenannten Scheidungsverbund einzureichen. Das bedeutet, dass im Zuge der Scheidung die Scheidungsfolgen mitverhandelt werden.

Müssen Folgesachen (wie zum Beispiel: nachträgliche Klärung von Kindesunterhalt, Aufteilung des Hausrates, Sorgerecht etc.) in einem späteren Verfahren zusätzlich vom Gericht geklärt werden, so fallen erneut Gerichtskosten an. Das ist darin zu begründen, dass dann die Verhandlung nicht mehr zur Scheidung gehört und dementsprechend ein neues, gebührenpflichtiges Verfahren mit einem neuen Streitwert darstellt. Der Unterschied kann enorm sein. Das wird am Beispiel einer nachverhandelten Unterhaltsforderung deutlich. Wir nehmen dieselben Ausgangswerte wie oben im Beispiel, damit Sie die Gesamtkosten vergleichen können.

  • Gerichtsgebühr für Scheidung
    Verfahrenswert = 9.000€, Gerichtsgebühr = 2,0 x 245€ = 490€ + 100€ Auslagen
  • Gerichtsgebühr für Folgesache (einzeln verhandelt)
    Verfahrenswert = 6.000€, Gerichtsgebühr = 2,0 x 182€ = 364€

Gesamtkosten bei isolierten Verfahren = 590€ + 364€ = 954€ (statt 748 Euro beim Scheidungsverbund).

Unsere zwei Tipps zur Vermeidung von hohen Gerichtskosten bei einer Scheidung sind:

  • Streben Sie eine einvernehmliche Scheidung an (einigen Sie sich über die Scheidungsfolgen – Unterhalt für Kinder, Vermögen und so weiter.
  • Reichen Sie einen Scheidungsverbund (Scheidungsantrag + Folgesachen = ein Verfahren) ein.

Wie kann ein Anwalt bezüglich der Gerichtskosten einer Scheidung helfen?

Ihr Anwalt für Familienrecht ist Ihr Ansprechpartner, wenn es um Fragen bezüglich Ihrer Scheidung geht. Er unterstützt Sie dabei, die Kosten für die Scheidung einzuschätzen und auch die Gerichtsgebühren / Gerichtskosten zu ermitteln. Viele Anwälte für Familienrecht sind gleichzeitig als Mediatoren ausgebildet. Das bedeutet, dass Ihnen der Anwalt dabei helfen kann, kritische Streitpunkte noch vor dem Verfahren beizulegen. Das spart Ihnen schlussendlich viel Geld, da diese Punkte dann nicht mehr vor Gericht verhandelt werden müssen. Außerdem gibt Ihnen Ihr Anwalt eine klare Handlungsanleitung und bespricht mit Ihnen, welche Dokumente zur Berechnung der Gerichtskosten und zum ausfüllen des Scheidungsantrages notwendig sind. Somit können Sie sich auf den Start in Ihr neues Leben konzentrieren und Ihre persönlichen Angelegenheiten klären. Ein guter Anwalt ist – vor allem in einer so persönlichen Angelegenheit, wie es das Scheidungsverfahren eine ist – Gold wert!

Fragen zu den Gerichtskosten?
Unsere erfahrenen Experten für Familienrecht informieren Sie ausführlich zu allen kostenrelevanten Aspekten einer Scheidung und wägen für Sie die anfallenden Gerichtskosten ab.

FAQ: Gerichtskosten Scheidung

Noch vor dem eigentlichen Scheidungsverfahren wird bereits der Vorschuss für die Gerichtskosten fällig. Bedeutet: nachdem Ihr zugelassener Anwalt Ihren Scheidungsantrag beim Familiengericht eingereicht hat, müssen Sie zahlen. Bleibt diese Zahlung aus, so bleibt das Verfahren stehen / wird nicht fortgesetzt. Die restlichen Kosten / unerwartet zusätzlich anfallende Kosten müssen zumeist am Ende des Verfahrens von beiden Ehegatten gezahlt werden.

Ja und grundsätzlich deckt die Verfahrenskostenhilfe auch die anfallenden Gerichtskosten innerhalb eines Scheidungsprozesses. Die Voraussetzungen dafür, dass Ihnen die Verfahrenskostenhilfe bewilligt wird, sind:

  • Sie sind bedürftig (geringes Einkommen und vergleichsweise hohe Ausgaben) und können die Kosten nicht aus eigener Tasche decken
  • Das Verfahren hat Aussicht auf Erfolg (vor allem: Trennungsjahr eingehalten?)

Sofern diese Voraussetzungen vorliegen, hat der Staat zwei Möglichkeiten Sie finanziell zu unterstützen: entweder durch einen nicht rückzahlbaren Zuschuss oder ein Darlehen, welches Sie zurückzahlen müssen, sobald Sie können (innerhalb von vier Jahren, in Raten und zinsfrei). Sprechen Sie im Voraus mit Ihrem Anwalt über die Möglichkeiten einer Verfahrenskostenhilfe im Fall Ihre Scheidung.

Die Gerichtskosten werden in Form eines Vorschusses noch vor dem eigentlichen Scheidungsverfahren gezahlt. Andernfalls wird erst gar kein Termin für die Hauptverhandlung der Scheidung angesetzt. Derjenige Ehegatte, der den Antrag auf die Scheidung über seinen Anwalt einreicht, muss diesen Vorschuss zahlen. Sobald die Scheidung durch den Beschluss des Richters rechtlich fixiert ist, zahlt jeder die Hälfte. Sie können sich mit Ihrem Ehegatten auch darauf einigen, dass die Gerichtskosten von Anfang an geteilt werden – dies ist jedoch nur “inoffiziell” möglich, da der antragstellende Ehepartner allein den Vorschuss leisten muss. Eine Teilzahlung ist nicht vorgesehen. Dementsprechend müssten Sie dem / der antragstellende Ehegatte die Hälfte des Zuschuss privat überweisen.

Ein Beitrag der juristischen Redaktion
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